DVB-T
steht für Digital Video Broadcasting
- Terrestrial und ist die Europäische
Variante des Terrestrischen Digitalfernsehens, die sich mittlerweile weltweit
durchsetzt.
In Graz findet im 2. Quartal 2004 der Feldversuch Digitales Fernsehen Graz
statt. Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen interaktive Applikationen über MHP (Multimedia Home
Plattform), die die aktuelle Generation von Set-Top-Boxen (STB)
für digitales Fernsehen unterstützen sollen. Weitere wichtige Aspekte sind Mobilität, also der Empfang
unterwegs im Fahrzeug oder im öffentlichen Verkehrsmittel, Portabilität und Indoor-Betrieb,
d.h. der Empfang mit dem Zweit- und Drittempfänger unabhängig von einer
verkabelten Antenneninfrastuktur, nur mit
Stabantennen.
Weiters sind alle Arten von Datendiensten möglich. Typische
asymmetrische Internetanwendungen, Videostreaming und
WebCasting von Internet-Portalen (Online Zeitungen)
sowie Softwareaktualisierungen und Downloads sind weitere typische Anwendungen,
die optimal unterstützt werden.
Vorteile von DVB-T
- Hohe Bild- und Tonqualität
(MPEG-2 Quellcodierung)
- Erhöhung der Programmvielfalt
- mindestens 4 Programme je
Kanal (Multiplex)
- Gleichwellennetze möglich,
daher Frequenzökonomie
- Störungsfreier Empfang im
Fahrzeug durch COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex)
- Übertragung von
Internet-Inhalten
- Leistungsfähige interaktive
Kommunikationsinfrastruktur in Verbindung mit Mobilfunknetzen
- hohe Datenraten im
Vorwärtskanal (typischerweise ca. 16 Mbit/s)
- Rückkanal über GSM / GPRS /
UMTS
- Effiziente Bandbreitennutzung
durch neue Multicast-Protokolle
- VideoStreaming-Zuspielung über UMTS-Retourkanal
möglich (Content Provisioning)
Eckdaten des DVB-T Testbetriebs Graz:
- Zwei Betriebsstandorte des SFN
(Single Frequency Network):
- Griesplatz (Telekom-Hochhaus)
- Ries (Mobilfunkantennenmast)
- Senderausgangsleistung: 2 x
750 W
- Betriebskanal 62 (802 MHz)
- Playout: ORF Zentrum Wien
- Inhalt: 4 TV-Programme und
MHP-Datendienst
- 150 Testhaushalte im
Versorgungsgebiet
- Einsatz von drei
rückkanalfähigen MHP Set-Top-Box Modellen
- Begleitende Marktanalyse
Quelle:
http://www.iks.tugraz.at/DVB-T/dvb-t.html